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CBD-Öl für Hunde: Wirkung, Studien und Anwendung bei Schmerzen und Arthrose

Unsere Fellnase
18. Jan.
4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 7 Stunden

CBD-Öl für Hunde
CBD-Öl für Hunde: ein paar Tropfen für mehr Ruhe und Wohlbefinden

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Immer mehr Hundehalter beschäftigen sich mit CBD-Öl, vor allem wenn ihr Hund unter Schmerzen, Arthrose oder altersbedingter Steifheit leidet. Beschwerden am Bewegungsapparat entwickeln sich oft schleichend und werden lange unterschätzt.

In diesem Ratgeber erfährst du, wie CBD im Körper des Hundes wirkt, was Studien zu Schmerzen und Arthrose zeigen, wie du CBD richtig dosierst und worauf du bei Qualität und Sicherheit achten solltest.

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Was ist CBD-Öl für Hunde?

CBD (Cannabidiol) ist ein Pflanzenstoff aus der Hanfpflanze. Anders als THC wirkt CBD nicht berauschend. CBD-Öle für Hunde enthalten nur minimale THC-Spuren oder sind THC-frei. Das ist wichtig, denn THC ist für Hunde giftig.

CBD-Öl wird beim Hund ergänzend eingesetzt, vor allem bei chronischen Schmerzen, Gelenkproblemen und Stress.

Wie wirkt CBD im Körper des Hundes?

Das Endocannabinoid-System

Hunde haben wie Menschen ein Endocannabinoid-System (ECS). Dieses körpereigene Regelsystem beeinflusst unter anderem:

  • das Schmerzempfinden

  • Entzündungsreaktionen

  • die Muskelspannung

  • die Stressverarbeitung

  • Schlaf und Regeneration

Es besteht aus körpereigenen Botenstoffen und Rezeptoren. Die wichtigsten sind CB1-Rezeptoren im Nervensystem (Schmerz- und Reizverarbeitung) und CB2-Rezeptoren im Immunsystem (Entzündungen).

Was CBD konkret bewirken kann

CBD wirkt nicht wie ein klassisches Schmerzmittel, sondern beeinflusst mehrere Systeme gleichzeitig. Es kann:

  • die Weiterleitung von Schmerzreizen beeinflussen

  • Entzündungsprozesse mitregulieren

  • die Muskelspannung positiv beeinflussen

  • das Nervensystem beruhigen

CBD-Öl bei Arthrose und Gelenkproblemen

Beschwerden am Bewegungsapparat haben selten nur eine Ursache. Gelenkverschleiß, Entzündungen, Schonhaltungen und Muskelverspannungen verstärken sich gegenseitig. Hier setzt CBD an mehreren Stellen an.

Was sagen Studien?

Für Arthrose beim Hund gibt es inzwischen mehrere kontrollierte Studien. In einer Studie der Cornell University (Gamble et al., 2018) verbesserten sich Schmerzwerte und Aktivität von Hunden mit Arthrose unter CBD deutlich im Vergleich zum Placebo. Weitere Studien kamen zu ähnlichen Ergebnissen. Die Studien sind allerdings meist klein, und die Ergebnisse lassen sich nicht auf jedes Produkt übertragen.

Typische Beobachtungen im Alltag

  • leichteres Aufstehen nach Ruhephasen

  • weniger Steifheit am Morgen

  • flüssigeres Gangbild

  • mehr Lust auf Bewegung

Der Hund sollte dabei nicht sediert wirken, sondern entspannter und beweglicher.

Weitere Einsatzbereiche

  • Stress und Nervosität, etwa an Silvester oder bei Autofahrten

  • innere Unruhe und Schlafprobleme

  • altersbedingtes Nachlassen des Wohlbefindens

Für diese Bereiche ist die Studienlage beim Hund aber deutlich dünner als bei Arthrose.

Anwendung und Dosierung

  1. Niedrig starten: mit wenigen Tropfen beginnen.

  2. Beobachten: auf Müdigkeit, Verdauung und Verhalten achten.

  3. Langsam steigern: bei Bedarf schrittweise erhöhen.

  4. Regelmäßig geben: am besten zweimal täglich, da CBD im Körper nicht lange wirkt.

Das Öl kann direkt ins Maul, auf ein Leckerli oder übers Futter gegeben werden. Zusammen mit Futter wird CBD meist besser aufgenommen. Die genaue Dosierung richtet sich nach dem Produkt, dem Gewicht und dem Ziel. Halte dich an die Herstellerangaben und sprich dich mit deinem Tierarzt ab.

Sicherheit und Nebenwirkungen

CBD wird von den meisten Hunden gut vertragen. Mögliche Nebenwirkungen sind:

  • Müdigkeit

  • weicher Kot oder Durchfall

  • vermehrtes Trinken

  • erhöhte Leberwerte (vor allem die alkalische Phosphatase)

Bei längerer Gabe sind Kontrollen der Leberwerte sinnvoll. CBD wird über die Leber verstoffwechselt und kann die Wirkung anderer Medikamente beeinflussen, zum Beispiel von Epilepsie- oder Schmerzmedikamenten. Erhält dein Hund Medikamente, sprich unbedingt vorher mit deinem Tierarzt.

Qualität ist entscheidend

Bei CBD-Öl unterscheiden sich die Produkte stark. Darauf solltest du achten:

  • transparente Angabe des CBD-Gehalts

  • Laboranalysen (Analysezertifikat) für CBD- und THC-Gehalt

  • speziell für Tiere hergestellt, ohne Xylit oder ätherische Öle

  • saubere Trägeröle, etwa Hanfsamenöl

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Wann solltest du zum Tierarzt?

CBD ersetzt keine Diagnose. Wenn dein Hund lahmt, Schmerzen zeigt, schlechter aufsteht oder Bewegung meidet, sollte die Ursache geklärt werden, etwa durch Röntgen. Bei plötzlicher Lahmheit, Lähmungserscheinungen oder starken Schmerzen bitte sofort zum Tierarzt.

Unser Fazit

CBD-Öl kann eine sinnvolle Ergänzung sein, vor allem bei Arthrose und chronischen Beschwerden am Bewegungsapparat. Hier gibt es inzwischen erste gute Studien.

Entscheidend sind ein hochwertiges Produkt, eine langsame Dosierung und die Abstimmung mit dem Tierarzt, besonders wenn dein Hund Medikamente bekommt.

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Häufige Fragen zu CBD-Öl für Hunde

Macht CBD-Öl Hunde high?

Nein. CBD wirkt nicht berauschend. Achte aber darauf, dass das Produkt kein oder nur minimal THC enthält, denn THC ist für Hunde giftig.

Wie schnell wirkt CBD beim Hund?

Bei Stress oft innerhalb von ein bis zwei Stunden. Bei Arthrose zeigen sich Effekte meist nach einigen Tagen bis wenigen Wochen regelmäßiger Gabe.

Kann ich CBD mit Schmerzmitteln kombinieren?

Oft ja, aber nur nach Rücksprache mit dem Tierarzt, weil CBD den Abbau anderer Medikamente in der Leber beeinflussen kann.

Kann ich CBD-Öl für Menschen verwenden?

Besser nicht. Produkte für Menschen können Aromen, Xylit oder höhere THC-Werte enthalten. Verwende ein speziell für Tiere hergestelltes Öl.

Hinweis: Dieser Beitrag ersetzt keine tierärztliche Beratung. Wir geben keine Heilversprechen. Bei Schmerzen, Lahmheit oder wenn dein Hund Medikamente erhält, sprich bitte vor der Anwendung mit deinem Tierarzt.

Quellen

  • Gamble L.-J. et al. (2018): Pharmacokinetics, Safety, and Clinical Efficacy of Cannabidiol Treatment in Osteoarthritic Dogs, Frontiers in Veterinary Science 5:165

  • Brioschi F. A. et al. (2020): Oral Transmucosal Cannabidiol Oil Formulation as Part of a Multimodal Analgesic Regimen: Effects on Pain Relief and Quality of Life Improvement in Dogs Affected by Spontaneous Osteoarthritis, Animals 10(9):1505

  • Verrico C. D. et al. (2020): A randomized, double-blind, placebo-controlled study of daily cannabidiol for the treatment of canine osteoarthritis pain, Pain 161(9):2191–2202

  • Deabold K. A. et al. (2019): Single-Dose Pharmacokinetics and Preliminary Safety Assessment with Use of CBD-Rich Hemp Nutraceutical in Healthy Dogs and Cats, Animals 9(10):832

  • McGrath S. et al. (2019): Randomized blinded controlled clinical trial to assess the effect of oral cannabidiol administration in addition to conventional antiepileptic treatment on seizure frequency in dogs with intractable idiopathic epilepsy, JAVMA 254(11):1301–1308

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